Wissenswertes


Thema: Schwimmbad / Pool



Ein Schwimmbad ist keine spontane Idee. 

Ein Schwimmbecken kann nicht einfach gekauft und eingesetzt werden. 


Hier erhalten Sie ein paar wichtige Informationen zum Thema Pool und was Sie beachten sollten.



Poolarten und die Vor- und Nachteile


Poolart

Vorteile

Nachteile

Betonbecken

(gegossen)

+ lange Haltbarkeit

+ solide

+ resistent gegen Wurzeln und 

    Nagetiere

+ unabhängig in der Form und 

    Größe

- Kostenintensiv wegen 

  hohem Arbeitsaufwand

- Schalung notwendig 

   und zeitintensiv

Stahlwandbecken

+ fertige Einhängefolie

+ leicht aufzubauen / zu 

   montieren

+ daher weniger Aufwand und 

    preiswerter

- Korpus muss 

  hinterfüllt werden

- Hinterfüllung kann sich 

   setzen, somit Wand 

   bei hohem Druck

   instabil

   Folge: Umwandung 

   kippt ab

Polyesterbecken

+ vorgefertigtes Becken

+ kurze Einbauzeit

+ Reparatur leichter durchzuführen

- Form und Größe des      

  Beckens ist 

  vorgegeben

- hohe Lieferkosten, 

  wg. Sondertransport 

  der vorgefertigten

  Beckenelemente

ISO-Stein-Becken

+ eine Verarbeitung

+ gute Isolierung

+ resistent gegen Wurzeln und 

    Nagetiere

+ Rundungen leichter umsetzbar

- ISO-Steine müssen   

  oberflächenbearbeitet 

  werden

- Verputzen o.ä. sehr 

  aufwendig und somit 

  teuer

Schalstein-Becken

(gemauert)

+ Kann selbst gemauert werden

+ stabil

+ unabhängig in der Form

+ resistent gegen Wurzeln und 

   Nagetiere

- Arbeitsintensiv

- Hinterfüllung als 

  Stütze wg. Druck/ 

  Wassermenge

- Einbauteile müssen 

  evtl. angepasst

  werden


 


Rechtliche Voraussetzungen beim Poolbau


In den meisten Bundesländern in Deutschland ist für einen Pool / Schwimmbecken erst ab einem Wasservolumen von 100 Kubikmetern eine Baugenehmigung nötig.

Die standardmäßigen Poolbecken haben eine deutlich geringere Wassermenge.


Ein Pool mit z.B. 8 Metern Durchmesser und einer Wassertiefe von 1,5 Meter verfügt somit über ein Volumen von 75 Kubikmetern. Wäre somit nicht genehmigungpflichtig.


Allerdings ist es immer ratsam, vor Baubeginn Informationen bei Ihrem zuständigen Bauamt (Gemeinde, Stadt oder Landratsamt) einzuholen. Je nach dem wie "kulant" und "umgänglich" die Vorschriften und Mitarbeiter sind, können Sie gezwungen werden, Ihr Pool-Projekt rückgängig zu machen. Der sogenannte Rück-Bau.


Die Kosten für solch einen Rück-Bau tragen Sie, zzgl. einer möglichen Strafe.





Bauliche Voraussetzungen beim Poolbau


Ein Pool / Schwimmbecken zu bauen ist kein einfaches Vorhaben.

Damit keine unangenehmen Überraschungen auf Sie warten und die Mühe sich lohnt, sollte man vor und während dem Bau einige Dinge beachten.

  

1


Damit sich das Wasser bereits morgens auf eine angenehme Temperatur erwärmen kann,

sollte das Becken in Richtung Südosten ausgerichtet sein.

So ist er am längsten der Sonnenstrahlung ausgesetzt.

2

Bevor man sich für die Beckenart entscheidet, sollte der Boden geprüft werden, in welchem der Pool eingelassen werden soll. Das Ergebnis kann bereits einige Bauarten ausschließen.

So macht z.B. ein hoher Grundwasserspiegel den Einsatz vieler Beckenarten unmögich.

In so einem Fall wäre ein Dichtbeton-Becken die richtige Wahl.

3

Der Pool muss an Strom- und Wasserleitungen angeschlossen werden.

Um aufwendige Neuverlegungen zu vermeiden, ist es sinnvoll, die Lage des Beckens in die Nähe bereits vorhandener Versorgungsleitungen zu wählen.


Ein weitere wichtiger Punkt, ist die Installation der Becken-Geräte wie Filter, Pumpen usw.

Sie sollten geschützt sein vor Witterung und Verschmutzung wie Außenwasser und Dreck.

Eine Umkellerung des Beckens ist daher sinnvoll, welcher durch eine Treppe und/oder Einstiegslucke

erreichbar ist. Es sollten 2-3 Seiten des Beckens erreichbar sein, optimal wäre alle 4 Beckenseiten.

Bedenken Sie, dass alle Geräte und ggf. Leitungen irgendwann ausgetauscht oder repariert werden müssen. 

4

Der Untergrund muss fest und eben sein. Steine und Wurzeln sollten unbedingt entfernt werden.

So vermeiden Sie die Beschädigung an Folie oder anderen Beckenelementen.

Kleine Unebenheiten können mit Sand ausgeglichen werden. In den meisten Fällen empfiehlt es sich, den Pool auf einer Betonplatte / Fundament zu platzieren. (z.B. 20 cm stark)

5

Je größer das Schwimmbecken sein soll, desto tiefer sollte es in den Boden eingelassen werden.

Ab einer Beckenhöhe von 1,5 Meter sollte das Becken daher nur max. 2/3 seiner Höhe herausragen.

Grund hierfür ist der hohe Druck, der bei der entsprechenden Wassermenge auf der Außenwand lastet.

Durch den Erdeinbau (Hinterfüllung) erhält der Korpus die notwendige Stabilität.

6

Die verlegten Wasserrohre müssen ein leichtes Gefälle aufweisen.

Die Neigung verhindert, dass beim Entleeren des Pools Wasser in den Rohren steht und bei Minus-Graden gefriert. 

Folge wäre ein Wasserrohrbruch, was unnötige Reparaturkosten nach sich zieht.

7

Verlegt man Pflastersteine o.ä. um den Pool, kann man das Wasser vor Verschmutzung durch Gras und Erde schützen.